Das Ministerium für Kultur und Wissenschaft (MKW) sowie das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales (MAGS) hatten Vertreter:innen der zdi-Netzwerke und KAoA-Koordinierungsstellen eingeladen, um sich der Frage zu widmen, wie der Weg für junge Menschen in NRW in Ausbildung, Studium und Beruf noch wirkungsvoller gestaltet werden kann. Rund 115 Teilnehmende folgten der Einladung in die BayArena und tauschten sich über Synergien und Kooperationsmöglichkeiten aus.
Aufruf zum gemeinsamen Gestalten
Zu Beginn der Veranstaltung zeigte das Gespräch von Staatssekretärin Gonca Türkeli-Dehnert (MKW) und Staatssekretär Matthias Heidmeier (MAGS) deutlich, dass die Fachkräftesicherung eine zentrale Herausforderung unserer Zeit ist und sowohl zdi.NRW als auch KAoA einen wichtigen Beitrag dazu leisten. Beide hoben die Relevanz der landesweiten Programme für eine hochwertige Berufs- und Studienorientierung sowie gelungene Übergänge von der Schule in den Beruf hervor – diese gelte es weiter zu stärken: „Junge Menschen sind unsere Fachkräfte von morgen und sollen die bestmögliche Berufs- und Studienorientierung bekommen. Hierfür bündeln zdi.NRW und KAoA ihre Kräfte. Wir als Land unterstützen diese Initiativen und ihre Kooperation gern, weil sie persönliche Interessen und Fähigkeiten passgenau fördern und zu mehr Chancengerechtigkeit beitragen. So stärken wir individuelle Berufswege, verbessern Übergänge und sichern gleichzeitig den Fachkräftenachwuchs, den Nordrhein-Westfalen für die Zukunft braucht“, sagte Staatssekretärin Gonca Türkeli-Dehnert. Staatssekretär Matthias Heidmeier betonte: „Kein Abschluss ohne Anschluss (KAoA) bildet gemeinsam mit den außerschulischen Angeboten von zdi.NRW bereits heute eine durchgängige Bildungskette – von der Grundschule bis zum Schulabschluss.
Eine noch engere Verzahnung dieser Strukturen ist richtungsweisend, um unsere jungen Menschen bestmöglich auf die Herausforderungen der Zukunft vorzubereiten. Erfolgreich ist dies jedoch nur, wenn engagierte Menschen wie Sie – mit Rückenwind aus der Politik – aktiv daran mitwirken.
Entscheidend ist, dass alles von dem Menschen her gedacht und auf ihn und seine Bedarfe ausgerichtet ist. Die erzielten Ergebnisse können auf Landesebene Maßstäbe setzen und die im Koalitionsvertrag vereinbarten Ziele von zdi.NRW und KAoA entscheidend voranbringen. Unseren Rückenwind haben Sie.“
Gute Praxis: Gelebte Kooperationen in den Regionen
Einblicke in bereits bestehende Kooperationen boten Gute Praxis-Beispiele aus zwei Regionen in NRW. Sie zeigten, wie vielfältig die Zusammenarbeit von zdi-Netzwerken und den KAoA-Koordinierungsstellen bereits heute gestaltet wird.
Gabriele Paar, Abteilungsleitung Regionales Bildungs-, Kultur- und Sportbüro Rhein-Sieg-Kreis, und Bettina Wallor, Netzwerkkoordinatorin des zdi-Netzwerks :MINT im Rhein-Sieg-Kreis, berichteten über die strukturelle Verankerung von zdi.NRW und KAoA im Rhein-Sieg-Kreis. Ihr Ansatz: Beide Initiativen in einem Team zusammenzuführen. Wallor und Paar zeigten Vorteile auf, sprachen aber auch Herausforderungen an.
Markus Real, zdi-Netzwerkkoordinator des zdi-Netzwerks MINT.REgio, stellte die Zusammenarbeit von zdi.NRW und KAoA im Technikzentrum Waltrop vor: Handwerksbetriebe, Schulen und das zdi-Netzwerk bringen interessierte Schüler:innen mit Ausbilder:innen zusammen und bieten Workshops an, in denen die jungen Menschen Handwerksberufe ausprobieren können – eingebettet in das landesweite System zur Berufsorientierung von KAoA.
Austausch auf Augenhöhe: Sessions bieten Raum für Beteiligung
In zwei Session-Runden brachten die Teilnehmenden ihre Erfahrungen ein und entwickelten gemeinsam neue Ideen. Themen waren die Verbindung schulischen und außerschulischen Lernens, die Einbindung von Unternehmen und Eltern in die Berufsorientierung, die Bedeutung von Kompetenzentwicklung in der Nachwuchsförderung, das Erreichen von Easy-to-ignore-Gruppen, das Thema Jugendbeteiligung sowie die Bedeutung regionaler Kooperationen von zdi.NRW und KAoA.
„Es war sehr spannend und hilfreich mitzubekommen, wie KAoA `tickt`, welche Programmbestandteile es gibt und wie die Arbeitsstrukturen aussehen, um zukünftig noch besser zusammenarbeiten zu können“, fasste es Dr. Thorsten Balgar, Netzwerkkoordinator des zdi-Netzwerks Gelsenkirchen, bei der Abschlussrunde auf der Bühne zusammen.
Perspektiven entwickeln: Zusammenarbeit stärken
Die Veranstaltung war ein starkes Signal für das gemeinsame Ziel: Jungen Menschen in NRW wirkungsvolle und verzahnte Angebote zur Berufs- und Studienorientierung zu eröffnen. Bestehende Kooperationen sollen ausgebaut, neue angestoßen werden.